Airbnb Mallorca: Vermietung in der Grauzone

Die großen Reiseveranstalter, Kreuzfahrtanbieter und Hotelketten auf Mallorca freuen sich: Nie wurden so viele Touristen auf der beliebtesten Ferieninsel erwartet wie 2016. Hotels und Unterkünfte sind nahezu ausgebucht.

Airbnb-Mallorca

Doch auch das Geschäft mit der privaten Ferienvermietung über Portale wie Airbnb, ezebee.com und hundredrooms boomt. Das kann für Vermieter und Touristen durchaus auch böse enden, da private Ferienvermietung auf Mallorca zunehmend von den Behörden ins Auge gefasst wird und nur unter gewissen Auflagen legal ist.

Besonders Airbnb und ezebee.com freuen sich über den Touristenansturm

Der Marktführer Airbnb hat vielen Privatleute schnell und einfach zu mehr Geld und einfacher Vermietung ihrer Immobilie verholfen. Arnaldo Muñoz, Airbnb Countrymanager für Spanien und Portugal, hat gegenüber der Mallorcazeitung bestätigt, das das Anbieten von Ferienvermietungen auf Mallorca durchaus rechtliche Folgen haben kann.

Ferienwohnungen bei ezebee.com werden ausschließlich über Privatnachrichten verhandelt und ein Nachweis der Identität ist nicht zwingend erforderlich, so daß viele Anbieter jetzt dort Wohnungen anonymisiert anbieten.

Wer kennt den Anblick nicht: Eine Gruppe Touristen zieht mit Rollkoffern durch die Stadt und wird von einem Einheimischen zu einem normalen Stadthaus geführt. Freunde? Bekannte? Verwandte? Auf Nachfrage natürlich, aber jeder weiß, das es sich um Touristen handelt, die sich über Airbnb auf Mallorca eine Bleibe abseits der Hotelketten besorgt haben.

Für den Vermieter kann das böse Folgen haben: Grundsätzlich dürfen Privatwohnungen nicht öffentlich beworben oder angeboten werden und für die Vermietung müssen natürlich Steuern bezahlt werden. Und genau hier greift die Inselregierung zu. Wird ein Vermieter von seinem Nachbarn angezeigt oder stößt einer der Kontrolleure im Internet auf die Wohnung, kann es schnell einige tausend Euro Strafe kosten.

Airbnb  Touristen beleben das Geschäft mehr als Hotels

Wie Umfragen zeigen, sind aber gerade private Ferienwohnungsmieten für die Region besonders wertvoll. Laut Arnaldo Muñoz liegt der Schwerpunkt die Vermietungen in Palma de Mallorca und in den Städten. Das Geld kommt direkt den Einwohnern zugute und die Stadttouristen geben durchschnittlich 50 % mehr Geld bei lokalen Anbietern, Restaurants und für private Lebensmitteleinkäufe aus.

Wie also mit der Situation umgehen? Airbnb möchte der Inselregierung gerne entgegenkommen und bietet laut Mallorcazeitung an, zum Beispiel eine Touristensteuer direkt abzubuchen und an die Inselverwaltung abzuführen. Dies habe sich in anderen Regionen bewährt.

Es wird erwartet, das im laufe des Jahres 2016 zu einer Einigung und Neuregelung der Gesetze für Ferienwohnungen auf Mallorca geben werde.

Was tun bis dahin?

Privaten Anbietern von Ferienwohnungen auf Mallorca, egal ob über Airbnb oder ezebee.com, bleibt bis zu einer Regelung nur eines: Gute Kontakte zur Nachbarschaft zu halten und den Gästen nahezulegen, sich ruhig zu verhalten. Eine Anzeige wegen nächtlicher Ruhestörung durch die netten Gäste war schon Anlass zur Steuerprüfung.

 

 

 

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