Arbeiten auf Mallorca und trotzdem arm: 41 % verdienen nur bis 1000 Euro!

Mallorcas Verwaltung erfreut sich auch im Sommer 2016 wieder an offiziell sinkenden Arbeitslosenzahlen. Dieses Jahr sollen besonders viele Jobs geschaffen werden, wobei alleine die Mallorca-Steuer bis zu 700 Arbeitsplätze verspricht. Was steckt aber hinter diesen schönen Zahlen?

Arbeiten und gleichzeitig arm: Die Realität auf Mallorca

Laut Diario de Mallorca gaben 41 % der arbeitenden Bevölkerung an, zwischen 6000 Euro und 12.000 Euro im Jahr zu verdienen. Weitere rund 28 % verdienen zwischen 12.000 und 21.000 Euro im Monat. Das bedeutet, das 69 % der Bevölkerung unter 1.800 Euro im Monat verdient.

gehalt

Gleichzeitig hat sich die Zahl derer, die gar kein Einkommen haben, verdreifacht. Nur 3 % der Bevölkerung verdient zwischen 30.000 Euro und 60.000 Euro im Jahr.

Die Jugendarbeitslosigkeit liegt in Spanien immer noch bei rund 42 % im Jahresmittel, nur Griechenland hat mehr arbeitslose Jugendliche.

Wenn man sich die Lebenshaltungskosten auf Mallorca ansieht, stellt man schnell fest, das diese nahezu identisch mit den Kosten der „reichen“ Nordländer sind. Wohnraum wird besonders durch Ferienvermietungen durch Airbnb und andere Portale immer knapper und vor allem teurer. Wer daher außerhalb von Palma leben muss, benötigt ein Auto. Und viel Geld für Parkgebühren und Strafzettel. Ein Teufelskreis für viele.

Zum Vergleich:

Im Jahr 2015 betrug das Durchschnittsgehalt für Vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in Deutschland pro Monat 3.612 Euro brutto. Das entspricht einem Jahresgehalt von rund 43.300 Euro. Selbst auf der reichen Urlaubsinsel verdienen 68 % der Menschen also gerade mal die Hälfte eines deutschen Durchschnittsgehaltes. Das sich dies auf Servicequalität und die Motivation der im Tourismus beschäftigen Angestellten nicht gerade positiv auswirkt, sollte zu denken geben. Denn Mallorca lebt vom Service und Tourismus.

 

 

 

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