Elektromobilität und Elektroautos auf Mallorca – Aller Anfang ist schwer

Elektromobilität liegt voll im Trend und wird die Zukunft der Art und Weise, wie wir uns fortbewegen werden, maßgeblich verändern. Jeder Automobilhersteller, der dieses Thema heute verschläft, läuft Gefahr, in 10 Jahren von der Bühne zu verschwinden. Mit dem Einzug bezahlbarer erneuerbarer Energien, leistungsfähiger Akkus und mit einem täglich wachsenden Know-How in der Motoren- und Steuerungstechnik stehen wir heute an der Schwelle eines Umbruches, der die Welt nachhaltig verändern wird. In Deutschland wurde deshalb im Juni 2016, auch angesichts der VW-Abgas-Affäre, ein 100 Millionen Programm zur Förderung von Unternehmen in der E-Mobilität gestartet. Weitere EU-Programme sollen folgen.

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Warum und wie könnte Mallorca in Zukunft von diesem Milliardenmarkt profitieren? 

Mallorca bietet eine perfekte Ausgangsbasis für die Einführung tief integrierter Elektromobilität und für die Erprobung neuer Konzepte. Ein geschlossenes, überschaubares Areal mit ausreichend potentiellen Kunden, guter und diverser Infrastruktur, internationalem Testpublikum und optimaler Anbindung. Dazu Sonne satt (Solartechnik), bestes Wetter und gut gebildete Menschen, von denen leider viele keine Arbeit finden. Jedes Unternehmen, das ein radikal neues Fahrzeug- und Nutzungskonzept einführen will, träumt von dieser „Inselsituation“ die Mallorca bietet. Daraus könnten sich für die Insel Chancen ergeben, die weit in die nächsten 50 Jahre Wirkung auf Arbeitsmarkt, Industrie und vor allem Technologie haben. Mallorca könnte schon heute führend sein in diesem Segment, macht aber leider nicht viel dafür. Es gibt aber inzwischen eine Reihe von Unternehmen, die das ändern wollen.

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Der Hersteller Loryc auf Mallorca hat bereits international viel Aufmerksamkeit bekommen und fertigt einen Klassiker mit E-Technologie auf der Insel.

Elektromobilität- eine Chance für Mallorca

Wer heute das moderne China bereist, kann sehen, wo der Weg hingehen wird: Nicht das Elektroauto ist auf dem Vormarsch, sondern eine stetig wachsende Anzahl von Kleinstfahrzeugen, E-Bikes, E-Rollern und spezialisierten Fahrzeugen, die auf bestimmte Bedürfnisse hin angepasst werden. Der Markt wird vielfältiger und bietet Raum für neue Unternehmen, die sich in Nischen entwickeln können. Das herkömmliche private Auto verliert dadurch zunehmend an Bedeutung und wird zunehmend in moderne Transportkonzepte (Car-to-go, Taxi-Apps, Car-Sharing) überführt. Da sich immer mehr Menschen global in den Ballungsräumen konzentrieren, wird das Auto aufgrund seiner Größe und Kosten immer mehr als Belastung empfunden. „Die Zeiten, in denen Autos für Freiheit standen sind vorbei. Heute geben einem E-Bikes und smarte Kleingeräte das Gefühl urbaner Freiheit.“ Sagt Ossian Vogel, der eine erfolgreiche Internetplatform auf Mallorca betreibt und jetzt zusammen mit seinen Partnern das Projekt „emobilitylabs“ startet.

Wie könnte eine e-mobile Zukunft für Mallorca aussehen?

Mallorca könnte in nur wenigen Jahren nahezu komplett auf E-Mobilität umsteigen und würde in allen Bereichen davon profitieren.

Die Sonnen- und Windinsel bietet aufgrund seiner südlichen Insellage die Möglichkeit, sehr schnell und kostendeckend ein weitgehend solarbetriebenes Elektrotankstellen-Netz aufzubauen. Inzwischen bieten auch viele smarte private Finca-Besitzer und Hotels Elektrotankstellen an und merken bereits den enormen Werbeeffekt dieser einfachen Maßnahme. Wie sonst kann man billiger und einfacher Kunden auf seine Finca bekommen? Und während das Auto Strom tankt, kann der Fahrer im Café warten und etwas essen. Wenn der Inselrat schlau wäre und den Markt liberalisieren, statt mit „Sonnensteuern“ und bürokratischem Aufwand Solartechnik behindern, würde sich das Netz an Tankstellen praktisch kostenlos selber ausbauen. Schlecht für die Mineralölindustrie,, aber gut für die Insel.

Emobilitylabs wird in Kürze für Fincabesitzer eine mobile Solar-Stromtankstelle vorstellen, die sich Finca-Besitzer und Agro-Tourismus-Anbieter monatsweise mieten oder kaufen können.

Der Hebel:  Mietwagen-Flotten auf Mallorca

Als Zündfunken zur E-Mobilität sollte man zuerst bei den Mietwagenflotten anfangen. Rund 60.000 Mietwagen fahren jedes Jahr auf Mallorca und tragen zur Verstopfung der Städte und zur Umweltverschmutzung bei. Würden nur 50 % der Flotte mit Elektro-Autos ersetzt, wäre das ein gigantischer Anreiz für Werkstätten, Tankstellen und Mietwagenanbieter, in diese Technologie zu investieren und Know-How aufzubauen. Freies Parken für Elektro-Mietwägen in den Städten wurde zudem dazu führen, das die Nachfrage nach diesen Autos steigen würde und die Städte würden sofort profitieren. Weniger Abgase, weniger Lärm, mehr Parkplätze.

Bisher liegt der Anteil an elektrischen Mietwägen gerade bei etwa 2 %, davon entfallen rund 70 % auf den Kabinenroller Twizzie.

Gleichzeitig könnten Touristen auf diese Art erste Erfahrungen mit den sparsamen Stromern machen und damit auch den Markt zuhause positiv beeinflussen.

Miet-E-Bikes hingegen boomen auf Mallorca

Die Fahrrad- und Rollervermietungen auf Mallorca sind da schon sehr viel weiter und innovativer: Rund 30 % der Flotte läuft bereits auf Strom und es werden jährlich mehr. Dazu kommen unzählige Fun-Geräte wie Beach-Bikes, Segway, Ninebot, Mini-Scooter und andere Stadtflitzer. Auch die Tour-Anbieter profitieren von diesem Trend und schaffen somit Arbeitsplätze.

In der folgenden Serie stellen wir bereits auf der Insel existierende Anbieter, Fahrzeughersteller und Zulieferer vor.

 

 

 

 

 

 

 

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