Mallorca staunt: Kaum noch Wasser auf der Insel!

Die Mallorca-Schlagzeilen der letzten Tage drehen sich mal wieder um den Wassermangel auf Mallorca. Gestern wurde die dritthöchste Warnstufe für Wasserknappheit ausgerufen, das ist eine Stufe vor „Notstand“. Die Warnstufen sind zwar da, aber Aktionspläne für die jeweilig Warnstufe: Die gibt es nicht!

Momentan erarbeitet die Inselregierung laut Spiegel.de einen Plan für den Wassernotstand. Dabei wird seit Jahren vor der sich immer weiter verschärfenden Wassersituation auf der Lieblingsinsel der Deutschen gewarnt.

Corfu/Greek 09.10.2013

Aktionismus statt Aktionsplan

Zwar dürfen jetzt in einigen Regionen der Insel keine Gärten mehr bewässert werden und der Wasserverbrauch pro Haushalt wurde teilweise auf 300 Liter pro Tag begrenzt, aber in den Touristenhochburgen laufen die Strandduschen weiterhin auf Hochtouren weiter, um Billigluftmatratzen und Flip-Flops mit wertvollem Frischwasser vom Sand zu befreien.

Gleichzeitig werden die teuren Entsalzungsanlagen hochgefahren, die unter hohem Energieaufwand aus Meerwasser Trinkwasser machen und die Tanklaster rollen wieder über die Insel, um Gemeinden mit zu niedrigem Grundwasserspiegel zu versorgen. An den Ursachen für den Wassermangel wird weiterhin nichts geändert:

Falsche Bewässerungstechniken in der Landwirtschaft, Billigtourismus, marode Wasserleitungen und keine Wasserspeicherung in den Häusern sorgen in trockenen Jahren immer wieder und immer öfter zu kritischen Situationen. Wenn jetzt noch ein trockener Winter kommt, könnte es dann 2017 zu einem echten Notstand kommen. Dann wird aber wieder nichts passieren.

Denn solange die Touristen Bier und Dusche haben, ist für Mallorca alles im Lot. Sollen die Bauern halt mal ihre Äcker nicht gießen. Gemüse kommt ja eh vom Festland. Wie bald auch wieder das Wasser: das wurde schon vor Jahren mit Tankschiffen an die Hotelburgen gefahren.

 

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