Palma jubelt: Kongresspalast nach nur 8 Jahren Bauzeit abgenommen

Im Herbst 2016 soll der Betrieb aufgenommen werden – spätestens aber im Herbst 2017. Oder 2018.

Die Bevölkerung Palmas hat ihn sich so sehr gewünscht und nun ist es endlich Realität: Palma hat jetzt neben 96 Hotels mit Kongressräumen und dem Pueblo Espanyol endlich auch einen Kongresspalast direkt am Meer. Aufgrund der in Spanien üblichen Haushaltsrigorsität und Sparsamkeit hat wird der Bau nur insgesamt 130-145 Mio Euro gekostet haben.

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Die Bürger sind begeistert:

„Ich wusste, das sich meine 20 % Lohnkürzung als Lehrerin lohnen würden. Für große Projekte muss man Opfer bringen und ich bin stolz darauf, ein Teil dieses Jahrhundertprojektes sein zu dürfen“ sagt Maria Marcelo, Grundschullehrerin in Palma. Auch das gelegentlich in den Klassenräumen nicht geheizt werde, sei angesichts der bewundernswerten Projektdurchführung durchaus hinnehmbar. Es sei ja kein Geld verschwendet worden, die Sparsamkeit am Bau war geradezu vorbildhaft.

Abgenommen- aber nicht angenommen

Die Stadtverwaltung und die balearische Landesregierung haben die Bauarbeiten des Kongresspalasts in Palma de Mallorca am Dienstag (29.3.) zwar offiziell abgenommen, einen Mieter oder Betreiber hingegen gibt es noch nicht, obwohl das Objekt seit Jahren ausgeschrieben wird. Man ist aber zuversichtlich, dennoch „erste Veranstaltungen“ im Herbst durchführen zu können.

Nach sieben Jahren Bauzeit waren der Kongresspalast und das angeschlossene Hotel im Februar offiziell fertiggestellt worden. Als nächster Schritt steht die Bestuhlung des Auditoriums, die öffentlich ausgeschrieben wurde, sowie Tests der Akustik und der Lautsprechertechnik auf dem Programm.

Der Bau hat rund 110 Millionen Euro gekostet, hinzu kommen weitere 20 Millionen Euro für Projektpläne und Honorare. Der Preis des Grundstücks wurde mit 37 Millionen Euro bewertetet. Noch unklar ist, welche Summe Acciona wegen der Verzögerungen der Bauarbeiten erhalten soll: Die Baufirma fordert wegen der daraus entstandenen Mehrkosten 15 Millionen Euro, die öffentliche Hand will höchstens 4 Millionen Euro zahlen.

Ursprünglich wurden die Kosten das Prachtbaus auf rund 40 Millionen budgetiert.

 

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