Palma sozial: Obdachlosenheim mit Meerblick!

Das seit Jahren umstrittene GESA Hochhaus am Stadtstrand Palmas hat 2014 endlich den lang ersehnten Status eines denkmalgeschützten Gebäudes erhalten. Ursprünglich sollte das Hochhaus abgerissen werden, an der Stelle sollten Luxuswohnungen mit Meerblick errichtet werden. Solche Pläne sind seit dem endgültigen Gerichtsentscheid nun vom Tisch.

Der Inselrat und die Stadt Palma sehen in dem Bau, der aus der kubistischen Frühepoche des mehrstöckigen Stahlbaus stammt eine Ikone der Architektur. „Es ist mit diesem Bau letztmals eine exakte 90-Grad-Aussführung eines Baus in Spanien gelungen. Seither gilt in Spanien alles als „rechter Winkel“ was zwischen 65-100 Grad liegt.“ erklärt uns ein Bauexperte aus Palma „Man muss sich nur mal den Kongresspalast ansehen. Da gibt es keinen einzigen rechten Winkel mehr!“

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Auch gab es Einwände aus der Richtung des Hoteliersverbandes: Würde Palma eine schöne und repräsentative Küstenlinie bekommen, könnten Touristen von der Playa de Palma in Richtung Palma abwandern, was unkalkulierbare Risiken für die Tourismus-Industrie mit sich bringe.

Inzwischen erfüllt der Bau aber auch wichtige kulturelle und soziale Funktionen in Palma:

Unter dem Motto „Obdachlosenheim Meets Art“ können kletterbegabte Graffiti-Künsler nun ihre Werke in erster Meereslinie in direkter Sichtachse zur Stadteinfahrt präsentieren, während der untere Bereich nachts als Wohnstätte für Obdachlose verwendet wird. Gefällt dir Kunst? Auf unserem internationalen online Marktplatz findest Du Kunst jeglicher Art!

Diese Nutzungsänderung hat sich als sehr effektiv bewährt: Es entstehen der Stadt keinerlei Kosten, sogar die Klimaanlagen wurden inzwischen durch entfernte oder eingeschlagene Fensterscheiben ersetzt. „Da es an der Küste immer kühl vom Meer her weht, ist dies eine energiesparende und umweltfreundliche Methode, Großgebäude zu kühlen“ freut sich die Stadtverwaltung.

 

 

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