Plastikringe töten unsere Meerestiere auch auf Mallorca

 

Auf der Mittelmeer-Insel Mallorca werden Plastikringe zu einem immer größeren Problem. Jährlich verenden weltweit Millionen Meerestiere qualvoll an den Getränkehaltern.

Wer kennt das nicht, man ist im Supermarkt unterwegs und kauft noch schnell ein Sixpack an Getränkedosen. Zusammengehalten werden sie mit Plastikringen und können daher schön handlich transportiert werden. Besonders gerne werden so zum Beispiel Cola oder Bierdosen angefertigt. Wo aber liegt das Problem? Leute, die sich auch nur ein bisschen für unsere Lebewesen auf dieser Erde interessieren oder Nachrichten lesen, sollten eigentlich wissen, wie gefährlich diese Plastikringe für unsere Meeresbewohner sind. Wer aber bis heute hinterm Mond gelebt hat, hat ab jetzt keine Ausrede mehr weiterhin ignorant zu leben und solche Dosen zu kaufen. Es gibt schließlich genug Alternativen. Einfach mal im Supermarkt umschauen.

Plastikringe werden zur tödlichen Falle.

 

Wie Plastikringe zur tödlichen Falle werden

Plastikringe landen über den Müll leider viel zu oft im Meer. Dort schnappt die tödliche Falle dann zu, indem sie sich um dem Panzer einer Schildkröte wickelt und in deren Körper schneidet, im Magen eines Fisches landet oder um den Hals einer Möwe wickelt, die so langsam dran erstickt. Qualvoll verenden so jedes Jahr Millionen Meerestiere.

Auch wenn Du nicht direkt Deinen Sixpackrings in Meer wirfst, trägst Du Deinen Teil indirekt dazu bei. Schließlich muss der Müll transportiert werden und wird leider viel zu oft einfach im Meer entsorgt. Was Du glaubst uns nicht? Dann haben wir hier einige Zahlen für Dich

 

Mehr Plastik als Fische im Ozean bei 2050

Bereits jetzt treiben über 150 Millionen Tonnen Plastik in unseren Ozeanen. Um es anschaulicher zu machen: Pro Minute landet eine komplette LKW-Ladung an Kunststoff im Meer. Es wird erwartet, dass im Jahr 2050 mehr Plastik in unseren Weltmeeren schwimmt als Fische. Schau Dir dazu auch den Bericht The New Plastics Economy an.

Das Problem ist ja auch, der Plastik zersetzt sich nicht in ein paar Monaten oder Jahren. Es dauert Jahrzehnte! Eine Einkaufstüte braucht alleine schon rund 15 Jahre, eine PET-Flasche sage und schreibe 450 Jahre! Wenn wir so weiter machen, wohin soll das führen? Es wird höchste Zeit aktiv zu werden.

 

Hilfe, wir brauchen eine Alternative zum Plastikringen!

Die gibt es auch schon, wird nur leider zu wenig eingesetzt. Die Brauerei SaltWater Brewery hat sich eine essbare Dosenhalterung ausgedacht, die aus einen Beiprodukt der Bierherstellung hergestellt werden. So werden die Ringe aus Weizen- und Gerstenresten zusammengeklebt, die das Gewicht von einem Sixpack tragen können. Statt die Meeresbewohner zu töten, füttert die ökologische Alternative sie ganz nebenbei. Das Sixpack ist komplett abbaubar. Schildkröten und Co. können die Ringe einfach aufknabbern.

 

Aber wieso werden dann immer noch Dosen mit Plastikringen hergestellt?

Das Problem ist, dass die Alternative noch nicht wettbewerbsfähig ist. Zu viele Hersteller setzen auf die herkömmlichen Plastikringe. Wenn sich aber mehr Getränkehersteller auf die Ökoalternative umstellen würden, würde der Dosenhalter auch kosteneffizient werden.

 

Was kann ich für die Meerestiere rund um Mallorca tun?

Den ersten Schritt kannst Du machen, indem Du beispielsweise keinen Getränkedosen mit Plastikringen kaufst. Ganz Schlaue denken sich jetzt, dann mache ich den Plastikring im Supermarkt einfach ab. Aber das ist letztendlich ja genau dasselbe, denn so unterstützt Du die Produktion dieser Getränkedosen ja weiterhin. Also einfach nach Dosen umschauen, die ohne Plastik auskommen.

Danach kannst Du anfangen, darauf zu achten, weniger Plastikmüll zu produzieren. Nimm Dir doch eine Stofftasche von zu Hause mit, statt jedes Mal im Supermarkt eine Einkaufstasche aus Plastik zu kaufen. Einfach, oder?

 

Hast Du weitere Ideen, wie Du Plastikmüll vermeiden kannst?

 

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