Rajoy weiss, aber er will nicht: Regierungsbildung in Spanien

Der Mann der Stunde in Spanien heißt Mariano Rajoy. Der amtierende Ministerpräsident Spaniens sieht jeden Tag müder aus: Die Augen sind klein, schlafen tut er wohl nicht mehr viel.


„Die Bürger haben uns gesagt, was sie uns schon im Dezember gesagt haben: Tauscht Euch aus, redet miteinander und paktiert! Die Volkspartei ist weiterhin bereit dazu“, sagte Rajoy. „Spanien braucht jetzt eine starke Regierung, die im In- wie im Ausland Vertrauen genießt, die Stabilität nach Europa bringt – was gerade jetzt so wichtig ist.“

Was er nicht sagt, aber sehr wohl weiß: Die Bürger wollen zwar Stabilität und vor allem Klarheit. Aber sie wollen Mariano Rajoy nicht mehr. Und so könnte wie bereits vorher eine Regierungsbildung an seiner Person scheitern. Abtreten will er aber nicht:

„…ich wäre der erste Ministerpräsident in der Geschichte, der eine Wahl gewinnt und bei dem die anderen dann fordern, dass er gehen soll.“ trotzt er in die Mikrofone. Ja, das kann sein. Das man mal der Erste ist. Er wäre aber ganz sicher nicht der erste, der nach Ende seiner Amtszeit noch viel zu erklären hätte. Über Korruption und Amtsmissbrauch zum Beispiel.

Aber jetzt, jetzt ist eh erstmal Sommerpause in Spanien. Mit oder ohne Regierung. Und vielleicht schläft er dann etwas mehr und denkt nochmal über alles nach. Über Spanien. Und über sich. Und darüber, was die Bürger mit diesen zwei Wahlen den Politikern eigentlich sagen wollten.

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