Kellner erleichtert: Endlich Geldbeutel statt Zahlteller auf Mallorca

Mallorca verfügt über einen weltweit einzigartigen Zahlungsprozess in der Gastronomie: Dem Zahlteller-Marathon der Kellner und Kellnerinnen. Ein Irrwitz in 6 Schritten, der Kellner in den Wahnsinn treibt und nun auch die europäische Instutitionen beschäftigt:

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1.) Anfordern der Rechnung

Der Kellner wird gebeten, die Rechnung zu bringen und deutet durch Minimalgestik an, die Aufforderung verstanden zu haben und läuft zurück zur Bar, um die Rechnung rauszulassen. Dabei ignoriert er konzentriert alle anderen Gäste des Lokals.

2.) Rechnung wird auf Zahlteller an den Tisch gebracht

Der Kellner legt einem einen Plastikteller auf den Tisch, auf dem unter einer kleinen Spange die Rechnung liegt. Dann rennt er schnell wieder zurück in die Bar, um eine neue „Quenta“ zu drucken. Dabei ignoriert er konzentriert alle anderen Gäste des Lokals.

Der Gast klemmt derweil einen Geldschein unter die Spange des Zahltellers.

3.) Zahlteller wird wieder reingetragen

Der Kellner kommt wieder an den Tisch und holt den Zahlteller samt Geldschein ab. Er rennt wieder zurück in die Bar, um Wechselgeld zu holen. Dabei ignoriert er konzentriert alle anderen Gäste des Lokals.

4.) Zahlteller mit Wechselgeld wird wieder an den Tisch gebracht

Der Kellner rennt wieder raus, um das Wechselgeld samt Zahlteller wieder an den Tisch zu bringen. Dabei ignoriert er konzentriert alle anderen Gäste des Lokals.

Der Gast nimmt das Wechselgeld und läßt Trinkgeld auf dem Zahlteller.

5.) Zahlteller mit Trinkgeld wird wieder reingetragen

Der Kellner kommt wieder an den Tisch und holt sich das Trinkgeld. Er hat nun zwischen 20 und 100 Metern Laufstrecke für durchschnittlich 3 Euro und 50 Cent Gesamtumsatz hinter sich.

Jetzt soll damit endlich Schluss sein!

Im Rahmen des neuen europaweiten Wissenstransfersgesetzes wurden die Spanier nun darauf hingewiesen, das dies alles gar nicht notwenig sei. Eine sensationelle Erfindung soll nun das Hin-und her beenden und die Kellner entlasten:

Der Gastronomie-Geldbeutel macht alles besser:

Bereits seit 1914 wird in der deutschen Kneipen-Szene mit diesem Zubehör eine nahezu 1000 % Verbesserung des Arbeitsablaufes im Bereich des Customer-Payments erreicht:

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Der Ablauf der Zahlung unter Verwendung dieser Technologie ist relativ einfach und erfolgt in einem Schritt:

Der Kellner bringt die Rechnung an den Tisch, der Gast zahlt, der Kellner gibt Rausgeld und behält eventuell anfallendes Trinkgeld in Real-Time.

Momentan laufen Schulungen an den Tourismus-Instituten der Insel, die den Kellner das neue Konzept in Theorie und Praxis nahelegen sollen.

Erprobung in der Bar Bosch macht  Hoffnung:

Momentan wird dieses Konzept in einer 15 jährigen Langzeitstudie in der Bar Bosch im Stadtzentrum Palmas erprobt. Erste Erfahrungen zeigen: Die Kellner haben jetzt endlich Zeit für Kunden, die bestellen wollen. Die auf Mallorca bisher üblichen Wartezeiten für eine Bestellung von 30 Minuten bis 8 Stunden konnten auf 10 Minuten reduziert werden.

Es wird nun erwägt, nach der Tourismus-Steuer auf Mallorca eine Geldbeutel-Steuer einzuführen, damit auch der Staat an den Mehreinnahmen mit verdient.

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