Spanien wieder vor Regierungsbildung: Podemos hat verloren, PP gewinnt deutlich

Entgegen der ersten Hochrechnungen gestern Abend haben die Neuwahlen in Spanien der konservativen PP, die zuletzt wegen ihrer Korruptionsfälle und Vetternwirtschaft von den Wählern abgestraft wurde, einen Stimmungszulauf gebracht. Damit sind die Konservativen mit 137 Sitzen die Gewinner dieser Neuwahlen, die PSOE konnte sich mit 85 Mandaten auf Platz 2 setzen und die linksradikale Podemos geht als eigentlicher Verlierer aus den Wahlen hervor und erhielt entgegen allen Prognosen nur 71 Sitze. Cuidadanos bleibt wie bisher viertstärkste Partei. Die PP hat jedoch nicht die absolute Mehrheit und benötigt einen Koalitionspartner. Und genau da wird es nicht einfacher werden als bisher.

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Trotz dieser neuen Ergebnisse wird es wohl wieder lange dauern, bis Spanien wieder eine funktionsfähige Regierung stellen kann. Eine große Koalition ist zwar möglich, wird aber wohl nicht sehr Erfolgreich regieren können. Dazu fehlt den Spaniern einfach die politische Kultur und Kompromissbereitschaft, zudem waren beide Parteien bisher ja die Gegenpole, für die es zu entscheiden galt. Eine Links-Links Regierung wäre unter diesen Vorzeichen sicher die beste Lösung und würde auch der Wahlempfehlung der Bürger am meisten entsprechen. Dazu müsste jedoch erstmal die Regierungsbildung durch die PP im ersten Anlauf scheitern.

Ob es nun zu Drittwahlen kommt, ist demzufolge unklar, aber im Bereich des Denkbaren.

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