Erstaunlich: Spanier sind weniger fremdenfeindlich als Deutsche!

Einer der Hauptgründe, warum sich in Spanien bisher anders als in vielen anderen Regionen Europas keine echte radikale Rechte  herausbilden konnte, ist die Tatsache, das Spanier keine Angst vor Fremden haben. Traditionell ist Spanien ein Land der vielen Nationalitäten und der Vielfalt. Nach Jahren der Zuwanderung vor allem aus Lateinamerika, Marokko, Rumänien und China hat das Land in den letzten Jahren wegen der schweren Wirtschaftskrise sogar eher Einwohner verloren.

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Wer in Spanien als Ausländer ankommt, merkt schnell, wie wenig Spanier die Nationalität in den Vordergrund stellen und eine hohe Bereitschaft haben, andere Nationalitäten zu integrieren. Vor Spanien muss als keiner Angst haben: Sie sind durchaus jeweils stolze Nationalisten oder Regionalisten, verfügen aber über eine sehr ausgeprägte Toleranz gegenüber Menschen anderer Nationen, auch gerne im Dissens. Sie schätzen es, wenn man ihre Kultur und Sprache respektiert und lernt, haben aber keinesfalls eine rigide Erwartungshaltung diesbezüglich. Eher kommt es vor, das sich Spanier für ihre schlechten Englischkenntnisse entschuldigen.

Diese Eigenschaft hat es rechten Bewegungen in Spanien immer schwer gemacht, Angst oder Ressentiments  gegenüber „den Fremden“ zu schüren. Insofern können wir sehr viel lernen von den Spaniern.

Dennoch macht sich in Spanien zurzeit eine starke Europamüdigkeit breit, da viele Spanier das Gefühl haben, nur von Deutschland und den anderen reichen Nordländern ausgenutzt zu werden. Diese EU-Verdrossenheit schlägt aber in Gesprächen nur extrem selten in direkte Anfeindungen um, sie ist eher generell und auf politischer Ebene verrotte und betrifft nicht den Umgang der Spanier mit Personen anderer Nationen.

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