Stadt Palma baut Spielplätze behindertengerecht aus

Palma wird endlich behindertengerecht und erweitert Spielplätze

Palma gilt unter Rollstuhlfahrern und Gehbehinderten als eine der schlimmsten Städte Europas:

 Obwohl jedes Unternehmen in Palma bei der Lizenzierung mit unzähligen Auflagen zur hindernisfreien Ausgestaltung auch privater Büroräume in den Wahnsinn getrieben wird, gilt die Stadt selber als eine der behindertenfeindlichsten Städte Europas:

 Meterhohe Bordsteinkanten, nahezu keine öffentlichen Toiletten mit Rollstuhlzugang, komplett zugeparkte O.R.A. Plätze, die es oft auch normalen Fußgängern schwer machen, von einer Seite auf die andere zu kommen ohne sich zwischen geparkten Autos durchquetschen zu müssen sowie komplett Rampenfreie Treppen-Gassen in der Innenstadt machen Rollstuhlfahrer das Leben in Palma zur Hölle.

 Dazu kommen die in der Innenstadt nicht autofreien Gassen, die oftmals nur 2-3 m breit sind und keine Bürgersteige haben und nur passierbar sind, wenn man sich rechtzeitig in einen der Hauseingänge retten kann.
Ausgewiesene Rollstuhlrouten fehlen in Palma gänzlich, so daß man sich schnell in einer rollstuhltechnischen Sackgasse wiederfindet, sollte man den Versuch wagen, die Stadt per Rollstuhl ohne Ortskenntnisse zu durchqueren.
 Spielplätze sollen nun aber ausgebaut werden
Vorausgesetzt, sie schaffen es bis dahin, sollen nun wenigstens behinderte Kinder ab jetzt in Palma mehr Spaß haben: Nachdem die Stadt ihre Spielplätze unter die Lupe genommen hat, werden nun einige Anlagen umgebaut. Dabei handelt es sich um die fünf beliebtesten Plätze: Son Gibert, Secar de la Real, Ses Fonts, Sa Riera und Parc de la Mar am Meer vor der Kathedrale. Hier sind häufig auch Mallorca-Urlauber anzutreffen, die beim Palma-Besuch dort mit ihren Kindern eine Spielpause einlegen.

Insgesamt will die Stadt 120.000 Euro in die Sanierung der Spielplätze investieren. Das Augenmerk liegt besonders auf der Ausbesserung der Zugänglichkeit der Anlagen sowie der behindertengerechten Installationen. So sollen die Kautschukbeläge durch einen sandigen Untergrund ausgewechselt werden. Bekanntlich sorgt das Spiel im Sand für gesunde Bewegung und fördert die Motorik der Kleinen. Intern wird noch darüber diskutiert, ob Rollstuhlfahrer auf Sand besser fahren können als auf Kautschuk. Hierzu laufen derzeit umfangreiche Tests.

Weiterhin sieht die Stadt das Anbringen von Integrationsspielen, damit Kinder mit Behinderung problemlos mit Gleichaltrigen agieren können.

Toiletten und hundefreie Zonen sind bisher nicht geplant

Die Arbeiten sollen nach dem Sommer beginnen. Während der Maßnahmen bleiben die Plätze geöffnet. Die Einrichtung von öffentlichen Toiletten und die konsequente Sperrung für Hunde im Spielplatzumfeld ist nicht geplant. Es stehen aber ausreichend Büsche und Mauern zur Verfügung, sollten Eltern oder Kinder einmal ein dringendes Bedürfnis haben.

 

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