Strafzettel und Knöllchen auf Mallorca vermeiden

Strafzettel und Multas auf Mallorca

Spanien befindet sich seit 2008 in einer zähen Wirtschaftskrise bei gleichzeitig hoher Arbeitslosigkeit und geringen Löhnen. Da sich Spanien wie andere EU Länder auch vornehmlich von Steuern auf Konsum und Arbeit finanziert und beides rückläufig ist, hat sich die Regierung etwas neues ausgedacht:

Strafzettel, Mahn- und Bußgelder sollen als „Steuerersatz“ die Finanzkassen der spanischen Städte wieder füllen und werden daher vor allem an Touristen und Ausländer begeistert erteilt, da man sich hier (ohne Wählerstimmen) zu verlieren am schnellsten große Einnahmen verspricht.

Strafzettel O.R.A Mallorca

Besonders effektiv funktioniert auf Mallorca das Kartell zwischen der ominösen O.R.A, der Policia Local und der GRUA (Abschleppdienst). Besonders Autofahrer müssen daher auf der Hut sein, aber auch Turisten, Fußgänger, Hundebesitzer und Fahrradfahrer müssen aufpassen, damit der Billigurlaub nicht doch teuer zu stehen kommt. Am einfachsten ist es, in Palma gar nicht erst während der ORA-Zeiten zu parken oder einfach ins Parkhaus zu gehen. Hier eine Übersicht zu den Parkhäusern Palma de Mallorca und zu den Verkehrsregeln auf Mallorca.

Parken auf Mallorca und in Palma:  O.R.A, Policia Local und die GRUA

Ein Auto oder Motorrad auf Mallorca ordnungsgemäß abzustellen, ist gar nicht so einfach. Ein Wust an Vorschriften und verschiedenfarbigen Linien ist zu beachten. Ganz zu schweigen von den Verkehrsschildern und Hinweisen, die fast ausschließlich auf Katalanisch verfasst sind und so manchen Urlauber oder auch Residenten in die Verzweiflung stürzen können.

Das Zentrum Palmas besteht praktisch nur aus blauer kostenpflichtiger Zone (Also O.R.A Revier). Die O.R.A erfüllt im Gegensatz zur Policia Local (Ortspolizei) ihre Aufgaben in radikaler Perfektion, was dazu führt, das es praktisch niemand schafft, einem Strafzettel zu ergehen. Die Frage ist nicht ob, sondern eher wann und wie hoch. Die maximale Parkzeit liegt bei 2 Stunden, wer nur einige Minuten „drüber“ ist, hat einen Strafzettel. Den kann man zwar unter bestimmten Umständen „annulieren“, das aber ist eine eigene Übung und nicht immer einfach.

Dazu kommt, das die O.R.A gleichzeitig als Helfershelfer der Policia Local  Fahrzeuge meldet, die in gelben Zonen oder anderweitig falsch geparkt sind.

Die Policia Local wiederum hat einen ganz besonders guten Draht zum Abschleppdienst GRUA, der dann innerhalb kürzester Zeit abschleppt, was wiederum hohe Kosten zur Folge hat. Die GRUA wiederum kassiert bei Autoabholung gleich auch die Geldstrafe für die Stadtverwaltung mit ab.

Unser Tip vorab: Aufs Auto verzichten wenn es geht und sich ein E-Bike oder Fahrrad auf Mallorca mieten. Mehr lesen zu ORA, Strafzettel und Parkgebühren auf Mallorca.

ITV und Versicherung auf Mallorca vergessen: Das wird richtig teuer

Zwei der neuartigen Überwachungskameras hängen an der Inca-Autobahn.

Überwachungskameras gegen Verkehrssünder: Zwei der neuartigen Überwachungskameras hängen an der Inca-Autobahn.

Mit neuen Überwachungskameras geht die Polizei auf Mallorca auf Verkehrssünderjagd, vor allem aber geht es darum, Fahrzeuge ohne gültigen TÜV (ITV) oder Versicherung abzukassieren. Fahren ohne TÜV kostet 200 Euro und wer ohne Versicherung „geblitzt“ wird, erhält einen Strafzettel über 1000 Euro.

Zwei der hochmodernen „Big-Brother-Augen“ sind zum Beispiel auf der Inca-Autobahn in Höhe Consell an Verkehrsschildern montiert worden und speichern die Kennzeichen der vorbeifahrenden Autos.

Ein Computersystem liest ALLE Autokennzeichen und filtert die entsprechenden Daten heraus. Neben der Inca-Autobahn sollen auch andere Strecken mit den neuen Kameras ausgestattet worden sein.

Dumm nur: Wer gerade (ganz legal…) auf dem Weg zum TÜV ist und in die Kameraüberwachung fährt, erhält dennoch den Strafzettel.

Kein Auto? Dann geht es weiter mit Benimmregeln und Verboten am Strand

Die meisten Touristen auf Mallorca kommen nach wie mit dem Flieger, fahren mit dem Taxi oder Bus ins All-Inklusive-Hotel und verzichten auf ein Auto. Da musste sich die Inselverwaltung etwas einfallen lassen. Und das haben sie getan.

Der erste Schritt war, einfach praktisch auf alles, was die Playa de palma ausmachte (und womit die Insel reich wurde) zu verbieten. Mit bis zu 200 Euro waren die Strafen auf Bikini-Tragen auf der Straße, Saufgelage und Musik machen natürlich landestypisch hoch. Anfang 2016 wurden diese Regeln gerichtlich gestoppt.

Achtung: Aber auch nach der Aufhebung der umstrittenen „Benimmregeln“ müssen sich Touristen künftig beim Trinken am Ballermann zügeln. Mehrere Gebiete der Gemeinde Palma de Mallorca, darunter auch die Playa mit ihrer berühmten Vergnügungsmeile, würden zu „Interventionszonen im Kampf gegen öffentliche Saufgelage“ erklärt, teilte die sozialistische Stadtverwaltung am Montagabend in Palma mit. Der entsprechende Beschluss solle am Dienstag auf einer Sondersitzung des Gemeinderats von Palma gebilligt werden.

Vergehen sollen mit Geldbußen von bis zu 3000 Euro geahndet werden. In den betroffenen Abschnitten der Playa sowie in anderen Bereichen wie El Jonquet oder Paseo Marítimo werden nicht nur Trinkgelage auf offener Straße verboten. Zwischen Mitternacht und 8 Uhr morgens wird laut Beschluss auch der Verkauf von Alkohol untersagt.

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