Terroranschlag in Istanbul: Wie sicher ist Strandurlaub heute noch?

Der schreckliche Terroranschlag auf den Istanbuler Flughafen gestern Abend hat nach heutigen Meldungen bereits 41 Menschenleben gefordert. Es wird von über 260 zum Teil schwer Verletzten gesprochen, die Zahl der Todesopfer könnte sich also noch in den nächsten Tagen erhöhen. Drei mutmaßlich zur Terrororganisation IS gehörende Attentäter hatten gestern zuerst das Feuer auf Fluggäste eröffnet und sich dann selber in Luft gesprengt.

Sind Urlauber noch sicher vor Anschlägen und wie ist die Lage auf Mallorca?

Grundsätzlich gilt in ganz Europa eine sehr hohe Sicherheitswarnstufe in Bezug auf touristische Ziele. Auch Mallorca war bereits im April in den Schlagzeilen, als ein mutmaßlicher IS Anhänger verhaftet wurde, der zu gezielten Anschlägen auf die Tourismus-Hochburgen an der Playa de Palma und Magaluf aufgerufen hatte. Es wird also vor allem im Hintergrund und in sozialen Medien nach Frühanzeichen terroristischer Aktivitäten gefahndet.

Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf BND-Kreise berichtet, dass der Islamische Staat Kämpfer nach Europa einschleusen wolle, um an Stränden mit automatischen Waffen und Sprengsätzen Anschläge auf europäische Urlauber zu verüben. „Es könnte sein, dass so eine neue Dimension des Terrors von ISIS erzeugt werden soll“, zitierte das Blatt einen BND-Mitarbeiter. „Die Urlaubsstrände sind kaum zu schützen.“

Welche Maßnahmen wurden auf der Insel ergriffen?

Wer nach Mallorca fliegt, merkt von extrem erhöhter Sicherheit erstmal nicht viel. Nach wie vor kann man ohne große Passkontrollen ins Flugzeug steigen und seine Urlaubsreise wie bisher antreten. Lediglich an den Autofähren wird genauer kontrolliert, dort überprüfen Beamte immerhin die Autokennzeichen und patrouillieren die Fahrzeuge mit Hunden ab.

Dennoch ist Mallorca natürlich für potentielle Attentäter ein relativ leichtes Ziel: Die Insel läßt sich sehr gut per Boot und Flugzeug erreichen, die Strände mit ihren Touristen-Massen sind kaum schützbar. Die örtliche Polizei in Palma steht momentan unter dem Einfluss eines schweren Korruptions-Skandals und ist weitgehend mit sich selbst beschäftigt. Straßenhandel, Prostitution und Diebstähle sind an der Playa trotz vollmundiger Versprechungen immer noch ganz normaler Bestandteil des Strandlebens. Wer dieses Jahr schon mal im Bierkönig oder im Mega-Park war, bekommt eine Ahnung davon, wie einfach es wäre, an der Playa einen Anschlag zu verüben. Sicherheitskontrollen: Weitgehend Fehlanzeige.

Strand Play de Palma

Bleibt das Prinzip Hoffnung

Es bleibt also zu hoffen, das Mallorca nicht in den Zielkreis ernsthafter Terroristen gerät. Denn ein einziger Anschlag, und sei er auch noch so wirkungslos, würde die Tourismus-Industrie Mallorcas im Herzen treffen. Und es sind ja gerade die Touristen, deren Terrorangst Mallorca einen regelrechten Ansturm für 2016 beschert hat.

Was kann man gegen die Gefahr tun?

Wer sich persönlich schützen will, sollte auch im Urlaub darauf achten, sich nicht bei Großveranstaltungen, Massenstränden und in den bekannten großen Diskotheken aufzuhalten. Wer einen Individual-Urlaub in der privaten Finca bucht, eher kleines Restaurant als mega-Diskothek als Ziel hat und sich ansonsten von Menschenmasse freihält, dürfte sehr sicher sein im Urlaub.

Und kann die Insel sicher und beruhigt genießen. Denn abseits der Party-Meilen ist es sowieso am schönsten!

 

 

 

 

 

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