Vergiss das Unicorn – und sei eine Kakerlake

Das letzte Jahr war das Jahr der privaten und technologiegetriebene Start-ups. Sogenannten „Einhorn“ Start-Ups erreichten eine Bewertung von über 1 Milliarde Dollar. Die Tech und Start-Investition werden dieses Jahr aber auch durch ein anderes Tier definiert – die Kakerlake.

„Auf die Widerstandkraft kommt es an, um dem Sturm standzuhalten“, sagt Tim McSweeney, Direktor der technologieorientierten Handelsbank Restaurierung Partners. „Während ein Einhorn ein mystisches Tier ist, kann eine Kakerlake sogar einen Atomkrieg überleben.“

Das Einhorn Business Model wächst schnell.

Ein Einhorn zeichnet sich durch superschnelles Wachstum aus und wird von VC Geld angetrieben. Diese Art von Business ist nicht profitabel, aber die Idee ist es, zuerst einen gewissen Marktanteil zu sichern und sich erst danach aufs Geld verdienen zu konzentrieren. Laut CB Insights sind Startups, die dem Einhorn Club im vergangenen Jahr beigetreten sind zahlreich unter anderem TransferWiseHellofresh und noch viele mehr.

Im Gegensatz dazu handelt es sich bei dem Kakerlaken Business Model um ein Unternehmen, das sich langsam und stetig entwickelt und auf den Umsatz und Gewinn aufbaut. Die Ausgaben werden in Schach gehalten, um dem Finanzierungssturm standzuhalten.

„Es minimiert die Risiken für die Anlageseite. Lass uns ein Unternehmen finden, das einen Atomkrieg überleben kann und dann an einem anderen Tag zurückkommt, kämpft und etwas anderes tut. Es hat bereits das richtige Team, den richtige Kundestamm etc.“ sagte McSweeney.

Die technologieorientierten Handelsbank Restaurierung Partners investiert nicht selbst, sondern bietet Bankdienstleistungen für geschäftsorientierte Technologie-Startups. Deshalb haben McSweeney und seine Kollegen einen guten Blick auf den Investitionsraum.

McSweeney ist nicht der erste der den Begriff Kakerlake hervorhebt. Die Investition Theorie ist älter. Flickr Gründer Caterina Fake hat bereits im September letzten Jahres einen Blogbeitrag dazu geschrieben.
Die Idee der Kakerlake gegen Einhorn ist in der Investment-Community weit verbreitet. „Ich denke, dass das Einhorn Konzept bald zu einem Ende kommen wird. Das Business Model ist so langsam überholt“, sagt McSweeney.

McSweeney´s Boss, Ken Olisa, Gründer der Handelsbank Restaurierung Partners, sagt: „Es gibt eine Einhorn-Industrie und sie können miteinander spielen. Aber es wird in Tränen enden, weil es sich weder um den Kunden dreht, noch irgendeinen Wert hinzufügt.“

Warum sind Investoren also auf der Suche nach Kakerlaken, anstelle nach Einhörner? Die Antwort lautet Finanzierung.

Das Jahr 2015 zeichnet sich durch kostenlose und einfache Finanzierungsmöglichkeiten für Start-ups aus, dank rekordniedriger Zinsen gelangte immer mehr Geld ins Risikokapital. Außerdem ermunterten schlechte Börsenentwicklung Firmen wie Fidelity und Blackrock dazu in VC zu investieren.

2016 startet aber ganz anders und die Venture-Capital-Finanzierung neigt sich dem Ende zu.

Das hat viele Probleme beim Einhorn-Geschäftsmodellen und anderer schnell wachsender Tech-Unternehmen offengelegt, von denen die meisten auf einfache VC Geld angewiesen sind, um ihr Wachstum zu finanzieren.

Unternehmen wie Twitter und Birchbox mussten Stellen kürzen. Dan Primack Fortune hat vor kurzem festgestellt, dass sowohl Eigenkapital, als auch Venture-Capital-Entwicklung im ersten Quartal 2016 zum ersten Mal seit vielen Jahren zurückgegangen sind.

McSweeney sagt: „Es geht nicht um Nachhaltigkeit. Ziel ist es so schnell wie möglich zu wachsen, ohne auf die Grundlagen zu achten. Das ist, was das Einhorn-Modell für mich ist: so schnell wie möglich wachsen, damit Investoren Geld geben. Google hat das Wachstum nicht beeinflusst. Sie haben einen Internetdienst zur Verfügung gestellt und rund herum ein Geschäft aufgebaut.“

„Ich denke es gibt immer noch, Kapital, aber die Menschen investieren es vernünftiger. Leute suchen nach intelligenteren Unternehmen in das sie ihr Kapital investieren können“, sagte McSweeney.

 

 

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